In der Folge zog der reiche Kaufmannssohn Franziskus auf dem Marktplatz seine Designerkleidung aus und predigte Menschen und Tieren, Frau L. kauft möglichst biologisch angebaute Lebensmittel, Herr E. engagiert sich beim Bodensee-Friedensweg am Ostermontag, um gegen die Rüstungsproduktion in der Region zu protestieren.*
Eine Kraft geht von der Auferstehung aus, die besagt: Siehe, ich bin bei euch, meine Liebe ist grenzenlos und hält euch auch im Tod. Das Leben siegt über den Tod. Darum traut euch, von dem zu reden und das zu tun, was Hoffnung gibt und dem Leben dient. Der Osterjubel ist ein Lachen, das sich lauthals Bahn bricht, weil die Angst darin der Erleichterung weicht.
Dies kann neue Aufgaben anpacken und Probleme lösen helfen.
Mit dieser Entschlossenheit und Begeisterung gingen früher Missionare in alle Welt hinaus, um von Jesus zu erzählen und sein Botschaft zu verkünden. Heute sehen wir manchmal erstaunt, dass eher Menschen aus anderen Ländern mit dieser Begeisterung zu uns kommen und wesentlich lebendiger erscheinen und uns das Evangelium neu verkünden können.
Und vielleicht ist es auch gerade andersherum, als dass wir meinen, wir sollten die ersten sein, die den Geschöpfen das Evangelium verkünden. Während doch das Leben sich im Frühling wieder Bahn bricht und uns die Tulpen und Osterglocken in diesen Tagen in knallbunten Farben vom Leben erzählen. Die Vögel singen, die Zicklein springen, dass sie uns anstecken könnten, dass wir uns innerlich wie äusserlich bewegen lassen.
Und wenn wir uns bewegen lassen, dann sehen wir uns eingebunden in Gottes Schöpfung, dass es unsere Mitwelt ist, nicht nur unsere „Umwelt“ (weil wir nicht das Zentrum bilden). Und wir werden zu Menschen, die durch ihr Leben den Geschöpfen eine frohe Botschaft vom Leben erzählen.
Eine friedvolle Osterzeit wünscht Ihr
Pfr. Andreas Bertram-Weiss
*nähere Infos unter
www.sosos.org