www.kircheamsee.ch und das neue Logo - Monatsgedanken März 2010

Kirche zwischen Zen- und Alpstein 1: (Foto: A.Bertram-Weiss) (Foto: Andreas Bertram-Weiss)

Kirche zwischen Zen- und Alpstein 1: (Foto: A.Bertram-Weiss) (Foto: Andreas Bertram-Weiss)

Neulich habe ich mich von einem alten Pullover getrennt. Zuletzt habe ich ihn mal zu Hause getragen, ab und zu im Garten, schliesslich lag er nur noch im Schrank. Auch wenn viele Erinnerungen damit verbunden waren, zu eigen gemacht habe ich mir das Prinzip: Wenn etwas ein Jahr nicht getragen wurde, dann kann es auch weg. ...... ....... ....... ...... ....... ..... ... ..... ...
Das schafft Platz.
Neue Internet-Adresse
Unsere Gemeindeseite im Internet war zuletzt auch etwas angestaubt. Im Gegensatz zum alten Pullover wird sie recht häufig genutzt, weshalb wir sie verbessern und erneuern wollten.
Unsere Kirchgemeinde mit zwei Orten besitzt einen langen Namen. Praktisch ist für die Adresse im Internet ein kurzer Name, der sich einprägt: eine Abkürzung wie EKSB für Evang. Kirchgemeinde Scherzingen-Bottighofen sollte es nicht sein. Die Idee zum neuen Namen kam durch den Fotowettbewerb im letzten Jahr. Dieser hatte als Motiv die Kirche vor der Bodenseelandschaft. Und daraus wurde: Kirche am See.

Neue Homepage
Ist das Fiire in Münsterlingen oder bei uns? Wann ist Taufsonntag im Mai?
Und der Seniorenausflug im Juni? All das kann nun leichter und mit Bildern versehen eingesehen werden. Brautpaare können Mietverträge für die Kirche herunterladen.
Sie können frühere Konfirmandenfotos ansehen oder die Gemeindeordnung oder Grabgebühren aufrufen.
Eine Kommission mit Margrit und Andreas Germann, Daniel Wirz und Andreas Bertram-Weiss plante und entwarf das Projekt seit Anfang 2009.
Die Seite hat den Vorteil, dass mehrere Mitarbeitende dort Texte und Bilder wie auch Klangbeispiele (2min Glocken Scherzingen 1MB)einstellen können.

Neues Logo
Das Signet unserer Kirchgemeinde war auch in die Jahre gekommen: Das stilisierte Schiff, das zugleich Fisch war, mit dem Kreuz obenauf. Dies Zeichen zierte den Kirchenboten, die Siegel der Taufurkunden und die Einladungen zur Kirchgemeindeversammlung. Es wirkte zuletzt etwas altbacken, ein bisschen ehrwürdig, mindestens 50 Jahre alt. Gefunden wurde es von Pfr. Eichrodt in einem Gesangbuch und wurde seitdem für die Kirchgemeinde als Erkennungszeichen verwendet. Die Vorsteherschaft hat sich dazu entschieden, sich von diesem Signet zu trennen, die alten Briefumschläge aufzubrauchen und ein neues Logo zu finden.

Das neue Logo wurde darauf als Verbindung von Bild und Schrift erstellt. Es passt zur Internetadresse kircheamsee: der Umriss der Kirche am Wasser, drei Wellen, die mittlere hellgrün, die auch den Seerücken oder die Bodenseelandschaft darstellen kann.
Das Wellenbild gibt es öfters in der Umgebung des Sees. Da beanspruchen wir keine Originalität.
Die Farben könnten für alles Mögliche wie Wasser, Erde und Wind stehen. Sie können auch Taufe, Schöpfung und Geist hineindeuten. Ob Sie zugleich im Wellenbild eine Sinuskurve als Lebenszeichen sehen, oder den Hinweis auf die Nähe zum Spital Münsterlingen, oder in der Kurve den Stand der Börsenindizes Anfang 2010 nach der Krise erkennen, überlassen wir gerne Ihnen. Zeichen sind auch immer offen gegenüber ihren Deutungen.
Hinzu tritt in blau der Namen der Kirchgemeinde in der Schrift „Helvetica“. Es wirkt nun in der Kombination der hellen Farben frisch und bewegt, die Kirchensilhouette gibt im Kontrast dazu etwas Ruhiges und Beständiges.

Theologisch kann ich darin zugleich erkennen: Gott begleitet uns in den Höhen und Tiefen, in den Gestaltungsräumen und der Leere, in Klarsicht und Verwirrung. Gottes Wort, worin er seine Gnade zusagt, hat Bestand, in diesem 400 Jahre alten Kirchgebäude und bei den Menschen, die hier wohnen. Denn die evangelische Kirche kann so manchen alten Pullover ablegen, sie ist damit sich reformierende Kirche, zugleich bleibt sie dem Evangelium und der reformatorischen Grundeinsicht „allein durch Glauben“ verpflichtet.
Wir hoffen, dass Sie an dem neuem Logo in der nächsten Zeit Ihre Kirchengemeinde wiedererkennen. Und wir begrüssen es, wenn Sie das Angebot nutzen, sich auch im Internet über sie zu informieren.

Es grüsst Sie im alten wie im neuen Gewand,
Ihr Pfr. Andreas Bertram-Weiss
Bereitgestellt: 01.03.2010