Fünf Guetzli und zwei Lieder - Monatsgedanken Dezember 2020

Guetzliformen <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Gabriele&nbsp;Weiss)</span><div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kircheamsee.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>5</div><div class='bid' style='display:none;'>1366</div><div class='usr' style='display:none;'>6</div>

„Ich freue mich auf das Adventskonzert, das baut mich auf in der dunkleren Zeit.“
„Ich denke an den Weihnachtsmarkt und die verschiedenen Stände zum Suchen und Verweilen.“
„Ich bin so gerne bei den Adventsfenstern mit Bewirtung, da sehe ich nochmal Leute aus der Nachbarschaft!“
„Ich freue mich auf das Singen in der vollen Kirche.“
Wenn Sie bei den Sätzen mitgegangen sind, könnten Sie gedacht haben: „Ist das ein Monatsgedanke von 2018 oder 2019?“
All das, was ich oben genannt habe, wird in diesem Jahr vermutlich nicht so sein. Es wird ein anderer Dezember, ein anderer Advent, ein anderes Weihnachten.
Unsere liebgewonnenen Gewohnheiten oder eher ertragenen Anlässe – all das steht in diesem Jahr unter der Frage, ob es von den Reglementen rund um das Coronavirus erlaubt ist.
Gerade das, was mit Gemeinschaft zu tun hat, hat es schwerer. Zu eng, zu viele, und schon abgesagt.
Da wird der Advents-, Weihnachts-, ja der Sehnsuchtsmensch ganz schön durcheinandergebracht. „Worauf kann ich mich jetzt noch freuen?“
Einmal waren die Menschen rund um Jesus an einem kargen Ort. Den ganzen Tag hatten sie ihm zugehört und nun war es eigentlich zum Essen. „Schick die Leute nach Hause!“ schlugen die Freunde Jesu vor. „Sie haben Hunger.“
Jesus sagte: „Gebt ihr ihnen zu essen.“ „So viele Hungrige, das geht nicht, soviel haben wir nicht!“ erwiderten die Freunde.
Da sagte Jesus: „Was ist denn da? Schaut einmal nach!“ Da fanden die Freunde fünf Brote und zwei Fische. Und wer sich erinnert, dem fällt ein, dass Jesus das Brot segnete und so viele Hungrige satt wurden und es sogar körbeweise Reste gab. Denn das Brot und die Fische wurden durch das Teilen mehr. Vielleicht weil vielen das Herz aufging und sie doch ihren Vorrat mit anderen teilen konnten.

„Wie soll es Advent sein, wie soll es Weihnachten werden unter den Bedingungen?“ so fragen wir dieses Jahr.
„Was ist denn da?“ Und wir finden fünf Guetzli und zwei Lieder, sogar noch eines mehr.
Das, was möglich ist, das nutzen wir. Das, was wir finden, halten wir Gott hoffnungsvoll hin. Und Gott wird unsere Hoffnung vermehren, wird das segnen, was die Menschen stärkt.
Wie schmeckt Hoffnungsbrot? Vielleicht wie ein Mailänderi oder wie ein Spitzbube.
Um Resilienz geht es dieser Tage, darum, dass wir erfinderisch Wege finden, Gemeinschaft zu leben.
Ohne selbst die Lösung für Weihnachten in der Tasche zu haben, laden wir ein zu dem, was möglich ist. Teilen wir das, was wir haben.

Eine gesegnete Advents – und Weihnachtszeit
wünscht Ihre
Pfarrerin Gabriele Weiss

Bereitgestellt: 15.12.2020     Besuche: 70 Monat