Durst - Monatsgedanken August 2020

ganze Flasche <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Gabriele&nbsp;Weiss)</span><div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kircheamsee.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>5</div><div class='bid' style='display:none;'>1347</div><div class='usr' style='display:none;'>6</div>

Eigene Trinkflaschen sind beliebt. Ob zum Wegwerfen aus Hygienegründen in der Coronazeit oder mit dem eigenen Namen, sehr stabil und nachhaltig. Viele Menschen trinken zwischendurch einfach Wasser.
Unser Trinkwasser ist wertvoll. Manchmal sind wir uns dessen nicht bewusst. Trockene Sommer haben uns mit dem sinkenden Wasserspiegel des Sees und bei den Messungen zum Grundwasser gezeigt: Wasser ist keine Selbstverständlichkeit.
Jesus war in Samarien mit seinen Jüngern unterwegs. Sie machen Mittagspause. «Wir besorgen etwas zu essen!» Die Jünger gehen in die nächste Stadt. Müde bleibt Jesus am Brunnen zurück. Da wird Jesus einen Sonnenhut gebraucht haben oder eher die Kapuze von seinem Mantel.
Eine Frau holt in der Mittagshitze Wasser. Jesus spürt seinen Durst und bittet sie um Wasser. Über diese Bitte kommen sie ins Gespräch. Erst ging es um Brunnenwasser, aber dann wird das Gespräch theologisch. Diese Frau versteht es, gelehrt zu debattieren. Es geht um das Wasser, das Jesus geben kann: Das Wasser des ewigen Lebens. Das Johannesevangelium stellt uns einen widersprüchlichen Jesus vor. Jesus kann dieses Wasser geben und ist selbst müde, erschöpft und durstig.
Das Menschsein Jesu erweitert das Gottesbild von den Menschen, die Gott sich nur stark und allmächtig vorstellen. Im Menschen Jesus begegnet uns Gott, und wir entdecken Gottes verletzliche Seite. Bis hin zu Jesu Leiden und Sterben am Kreuz sehen wir sie. So können wir vertrauen, dass Gott auch in unseren Ängsten oder dem Leiden bei uns ist.
Wasser des Lebens. Das klingt nach Erfrischung. So wie uns das Wirken der Geistkraft Gottes beschrieben wird. Wir brauchen für unser Leben diese Kraft, so wie wir Wasser zum Trinken brauchen.
An vielen Quellen bauten Menschen schon früh Heiligtümer. Vom Garten Eden sollen vier Ströme in alle Himmelsrichtungen ausgehen. Der Tempel wird auch im Idealbild als Quelle so beschrieben. Die Bibel verbindet Wasser in Fülle mit der Nähe zu Gott.
So wie das Wasser im Glas unseren Durst stillt, so möge Jesus unserem Lebenshunger stillen.

Erfrischende Tage im August
wünscht Ihre Pfarrerin Gabriele Weiss

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Nachtrag vom 9. August: Weltbank will Slumbewohnern das Wasser abstellen
Bereitgestellt: 09.08.2020     Besuche: 29 Monat