Monatsgedanken Juni und Juli

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Stille - Geist - Pfingsten
Von draussen, von der lärmigen Stadt, kam ich vor ein paar Jahren mit einer Konfirmandenklasse ins Berner Münster hinein. Die Schüler hörten mit Schwatzen auf und lauschten der feinfühligen Musik. Sie blieben stehen, setzten sich von selbst auf die Bänke und lauschten. Ganz dicht, wie mit Händen zu greifen war unser Stillewerden. Etwas Mächtigeres als unser Reden erfüllte den Raum, erfüllte uns. Und selbst als die Musik endete, blieben wir noch einen rechten Augenblick stille sitzen, bis sich die Verzauberung löste.

Stille – Geist – Pfingsten

Stille entsteht dort, wo etwas Mächtigeres als unser Wort im Raum ist. Das kann ein Bibelwort sein, das wir zwei- dreimal laut aussprechen; das kann Musik sein, die uns erfasst. Das kann ein Brausen vom Himmel her sein, wie an der ersten Pfingsten, das die Jünger überwältigt. Immer werden wir in solchen Momenten mit etwas Grösserem in Verbindung gebracht. Christen verstehen den Heiligen Geist, der an Pfingsten ausgegossen wurde, als Gottes Gegenwart, die zu uns kommt, uns ergreift und uns mit Jesus Christus und Gott dem Vater verbindet.

Johannesevangelium 14,15-21 »Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten. Und der Vater wird euch ´an meiner Stelle` einen anderen Tröster (Helfer, Fürsprecher) geben, der für immer bei euch sein wird; ich werde ihn darum bitten. Er wird euch den Geist der Wahrheit geben, den die Welt nicht bekommen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt. Aber ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. Ich werde euch nicht als hilflose Waisen zurücklassen; ich komme zu euch. Nur noch kurze Zeit, dann sieht die Welt mich nicht mehr. Ihr aber werdet mich sehen, und weil ich lebe, werdet auch ihr leben. An jenem Tag werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater bin und dass ihr in mir seid und ich in euch bin. Wer sich an meine Gebote hält und sie befolgt, der liebt mich wirklich. Und wer mich liebt, den wird mein Vater lieben; und auch ich werde ihn lieben und mich ihm zu erkennen geben.

Pfingsten kann für uns so ein Augenblick werden, wo wir inne halten und stille werden, zu uns kommen - und wenn wir bei uns selbst zu Hause sind, kann uns Grösseres begegnen. Ein im Tiefsten frohmachendes Pfingstfest!

… und Adieu!
Mit diesen Gedanken zu Pfingsten möchte ich mich von ihnen verabschieden – Ende Juni geht mein halbes Jahr als Stellvertreter in ihrer Kirchgemeinde zu Ende. Ich bin müde und froh, dass Ferien in Sicht, und meine täglichen langen Anfahrtswege aus Bichelsee nun bald geschafft sind; ich bin aber auch froh, dass fast alles sehr gut gelaufen ist in den Religionsunterrichtsstunden, im Konfirmandenunterricht, im Lager, bei der Konfirmation und auch bei den Gottesdiensten und Abdankungen.
Danke für die gute Zusammenarbeit der Kirchenvorsteherschaft, dem Präsidenten und – mit ihr hatte ich am meisten zu tun – Ursula Keller, eurer Sekretärin.

Felix Marti
Autor: Ursula Keller     Bereitgestellt: 11.06.2017